LEBEN UND KUNST IN KRUMMAUER KLÖSTERN

 

Minoritenkloster, Klarissenkloster

Dieser Expositionskreis bringt Besuchern nicht nur Architektur und Kunst des mittelalterlichen Doppelklosters näher aber in Veranstaltung der missionären und diplomatischen Reisen auch die Religionsverbreitung in ganze Welt, dazu auch das Leben in Klöstern als solches. Ehemaliges Minoritenkloster gehört in Gegenwart dem Rittersorden der Kreuzer mit rotem Stern. In seinem Innenraum reicht es manche Schätze als z. B. Kapelle des hl. Wolfgangs dar. Wie durch ein Wunder wurden hier unter Schimmel, Pilzen und vielen Bewürfen zahlreiche gotischen Freskos entdeckt. Sie ziehen sich vom Boden durch Barockdraperien bis zu im Jugendstil gemalte Oberdecke welche das Leben des hl. Wolfgangs darstellt.  In gotischen Gewölben des Kreuzgangs kann man einen außerordentlich unversehrten Zyklus der Lünettenbilder bewundern welcher Geburt, Leben und Tod des hl. Franziskus darstellt. Bis heute wurden schon 18 aus 25 ursprünglichen Bogenfelder gerettet und renoviert. Im Ambitus des Paradiesgartens wurde Kapelle der Jungfrau Maria von Einsiedeln eingebaut; die wurde den Klöstern vom Jan Kristian vom Eggenberg und seiner Frau im 1680 geschenkt. Die Kapelle ist viel jünger als Klöster selbst, trotzdem wurde sie im gotischen Stil gebaut. Außer Statue der Schwarzen Madonna in Kapelle der Jungfrau Maria von Einsiedeln kann man auch Statuen der Madonnen aus Krummau und Třeboň bewundern. Bild der Madonna aus Roudnice findet sich in Exposition des Klarissenklosters. Als wesentlicher Teil der Ausstellung gibt es hier die Kirche des Gottesleibs und Jungfrau Maria schmerzvoll. Im Innenraum der Kirche befinden sich ursprüngliche Altäre, religiöse Bilder oder Fresken welche vor einiger Zeit mit Wurfschichten bedeckt waren. Kirche dient bis heute der kirchlichen Bestimmung, regelmäßig sind hier Gottesdienste der Römisch-katholischen und Griechisch-katholischen Kirche gehalten. Voriges Klarissenkloster bringt den Besuchern Persönlichkeit der hl. Klara und das Ordensleben nahe. Außer Vornehmheit und Herrlichkeit der sakralen Gegenstände kann man auch die Strenge und Armut des Ordenslebens welches hier die Klarissenschwestern führten zu erkennen.

Voriges Minoritenkloster ist barrierenlos zugänglich, Ausstellung im vorigen Klarissenkloster findet sich im 1. Stockwerk und ist leider nicht barrierenlos.

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Fotografie

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MERKWÜRDIGKEITEN UNSERER AUSSTELLUNGEN

Stadt Český Krumlov und ihre Klöster

Diese Exposition macht unsere Besucher mit Historie der Stadt Český Krumlov und ihrer Klöster bekannt. Übersichtliche Zeitachse bringt ihre Geschichte näher und ermöglicht die wesentlichen historischen Zeitabschnitte der Stadt, Minoriten- und Klarissenkloster kennen zu lernen. Zutreffend zeigt die Exposition den Zeitabschnitt seit den ersten schriftlichen Erwähnungen der Stadt im 1253, ihrer Blütezeit während Herrschaft der Rosenberger und der Gründung der Klöster. Sie nimmt manche weiteren bedeutenden Ereignisse als Anfang der Silbergewinnung, Renaissanceumbau des Minoriten- und Klarissenklosters bis zur neuzeitlichen Geschichte, z. B. das Auflösen des Minoritenklosters im 1950 auf.

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Geschichte des Klosters

Dieser Teil der Ausstellung macht unsere Gäste mit der Gründung und Geschichte des Klarissenklosters in Český Krumlov bekannt. Der Besucher kann hier die Vergleichung „bevor“, „während“ und „nach“ der Rekonstruktion sehen. Die moderne Geschichte des Klosters, behaltenes Schablonenausmalen und Engagement der Schulschwester des Notre Damme Ordens welche in Klosterräumen in 1864-1945 aus Anregung des Fürstens Schwarzenberg eine Mädchenschule betrieben ist hier betont. Zum Sehen ist auch ein besonderes Material, Chronik der Schwester Bertilla, Äbtissin des Krummauerklosters in 1930-1932‚ wo sie das alltägliche Leben der Schule und ihrer Schwester beschrieb.

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Madonnen

Kopie der Madonna von Einsiedeln befindet sich in Kapelle der Jungfrau Maria von Einsiedeln welche im 1680 auf Antrieb der Maria Ernestina von Eggenberg an Stelle des Paradieshofs im Minoritenkloster eingebaut wurde. Hölzerne polychromierte Statuette ist etwa 100 Zentimeter groß und kommt aus Hälfte des 17. Jahrhunderts. Madonna ist hier stehend mit ausgetretenem rechten Bein und barhäuptig dargestellt, in langes rote goldgemusterte Gewand und goldenen Mantel gekleidet welcher locker hinter ihren Rücken fällt und mit einer Schnalle geknüpft ist; das unterscheidet sie von anderen Kopien der Madonnen von Einsiedeln. In rechter Hand hält sie ein Zepter, in linker Hand trägt sie den kleinen Jesus. Er ist in Windel eingehüllt und in linker Hand trägt er einen kleinen Vogel. Beide haben dunkle Inkarnaten und auf den Köpfen tragen Kronen.
Schwarze Madonnen sind eine spezifische Erscheinung welche Ikonen oder Statuen stehenden und sitzenden Madonnen mit dunkler Farbe des Inkarnats beinhaltet. In Literatur kann man manchen mehr oder weniger glaubwürdigen Hypothesen begegnen warum einige Madonnen schwarz sind. Nach einer der Theorien sind schwarze Madonnen nur verdunkelte Darstellungen welche ursprünglich lichten Inkarnat besaßen; der Grund ihrer Verdunkelung sollte eine langfristige Wirkung des Kerzenrauchs, chemische Veränderungen in Farben oder ungute Lagerung der Exponaten. Eine weitere Möglichkeit bietet dass die Madonnen nachträglich schwarz gefärbt wurden; so war es im Fall der Madonna von Einsiedeln denn Menschen gewöhnten sich an ihr verdunkeltes Aussehen. Nächste Theorie verbindet die schwarzen Madonnen mit Gesang der Gesänge welche als Liebeslied zwischen Gott und israelischem Volk interpretiert und in Bibel eingegliedert wurde. Im Gesang der Gesänge ist eine Braut angesprochen welche sagt: „Ich bin schwarz und doch anmutig, Tochter von Jerusalem, wie Zelte der Kedarer, wie Zeltkotzen des Salomons…“
Im Grund genommen beinhaltet der Termin „schwarze Madonna“ drei Formen der Darstellung: byzantinische Ikonen und Statuen der sitzenden oder stehenden Madonnen. Im Český Krumlov handelt sich um Form der Devotionskopie welche sich seit Hälfte des 16. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Bau der Repliken der Wallfahrtsstätten verbreitete. Jungfrau Maria von Einsiedeln wurde seit zweiter Hälfte des 15. Jahrhunderts im Einsiedeln in der Schweiz verehrt; nach einer Legende wurde die Kapelle im 835 durch hl. Meinard gebaut. In tschechischen Ländern wurden neun Kopien dieser Madonna nachgewiesen, insgesamt der in nicht behaltener Kapelle auf der Rampe der Prager Burg.
Krummauere Madonna ist ein Geschöpf der Hochepoche der mittelalterlichen gotischen Plastik, sie wurde im 1393 am Krummauerhof hergestellt. Ihre Replik kommt aus Anfang des 15. Jahrhunderts her; sie entstand in der Zeit wo die hiesige fortgeschrittene Holzschnitzerei sich entwickelte. So hat die Statuette einen wesentlichen Bezug zum Český Krumlov; sie wurde ein merkwürdiges Geschöpf der gotischen Bildhauerei in Tschechien. Diese Madonna wurde im Rahmen des schönen Stils erzeugt. Ihre Replik ist in Prager Nationalgalerie in Dauerexposition der mittelalterlichen Kunst von Tschechien und Mitteleuropa im Kloster der hl. Agnes zur Schau gestellt.
Auch die bloße Kopie welche für unsere Besucher im Ambitus des Minoritenklosters zur Schau steht ist aus der künstlerischen und historischen Hinsicht ein sehr wertvolles Geschöpf. 
Třeboň Madonna entstand um 1400 herum im sgn. schönen Stil. Ihr Autor kam wahrscheinlich aus dem Kreis des Meisters der Krummauer Madonna her. Original der Statuette wurde aus Pläner gestaltet und steht heute in Klosterkirche des hl. Jiljí in Třeboň. Hiesige Augustinermönche pilgerten oft nach Prag zu ihren Brüdern, wahrscheinlich holten sie die Madonna aus einer gutgehenden prager Werkstatt. Třeboňská Madonna hängt mit Madonnen von Vimperk und Chlum der hl. Maria eng zusammen. Madonna von Vimperk trägt wahrscheinlich die gleichen Muster als Madonna von Třeboň. Die beide treffen sich im gleichen Raum.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Exposition der Bildhauerei

Unseren Besuchern stellt diese Ausstellung bedeutsame hoch- und spätmittelalterlichen Plastiken dar; gerade oder sehr eng sind sie mit Minoritenkloster in Český Krumlov verbunden. Krönung der Ausstellung wurde durch zwei vornehme Geschöpfe des schönen Stils, Repliken der Madonna von Krumlov und Madonna von Třeboň angerichtet. An die bekannte Krummauer Madonna knüpfte kleinere Madonna aus Minoritenkloster im Český Krumlov an; sie nahm auch Motiven der Pilsener Madonna über. Als Teil der Ausstellung befinden sich hier auch zwei Plastiken aus 2. Viertel des 15. Jahrhunderts welche aus naher Wallfahrtsstätte Kájov herkammen; sie stellen Madonna und erstandenen Christus dar. Rückehrung der Kunstwerke auf ihre ursprüngliche Stelle wurde betont; darum steht in hiesiger Kapelle des hl. Wolfgangs wieder die originelle überlebensgroße Plastik des Heiligen aus Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Kapelle wurde durch Guardian des Minoritenklosters Václav Juleus gebaut und im September 1491 geweiht. Bestandteil des Minoritenklosters bildet weiter eine überlebensgroße Plastik des Gekreuzigten aus Zeit um Jahr 1520 herum welche die ganze Exposition schließt.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Minoriten im Mittelalter

Minoriten- und Klarissenkloster wurde durch Witwe des Peter I. Kateřina und ihre Söhne Peter, Ulrich, Johann und Jost gegründet; so haben sie auf Peters Idee der Verbreitung der Stadt angeknüpft. Das Kloster wurde im 1358 zur Ehre des Gottesleibs und Ruhmvoller Jungfrau Maria der Schmerzvollen geweiht. Bis nach Ansiedelung der beiden Konvente 24. April 1362 gaben die Brüder von Rosenberg die Stiftungsurkunde des Klosters heraus. Seine heutige Gestaltung ist ein Ergebnis mancher Bauepochen: im Grund stehen Gebäuden aus 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts welche in Zeit der Spätgotik während 1490-1500 umgebaut wurden. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Kloster im Barockstil umgebaut und bekam das heutige Aussehen. Typenmäßig ist es zum Kloster der hl. Agnes in Prag am nächsten. Exposition der Minoriten erzählt über Entstehung und Geschichte des Ordens, über schwerem Erwerben der Papsts Zustimmung für den Orden und über nachfolgender Spaltung des Ordens im 13. Jahrhundert. Sie macht unsere Besucher mit mittelalterlicher Geschichte des Minoritenordens in tschechischen Ländern und mit bedeutenden Persönlichkeiten des Ordens welche in Tschechien tätig waren bekannt. Ein Teil der Exposition nähert den Besuchern Entwicklung der Architektur und Kunst dieses Ordens in tschechischen Ländern und weist sie auf tschechische Konvente und Häuser der Minoriten hin deren Bedeutung die heutige Architektur beeinflusste. Aufmerksamkeit widmet sich auch dem Phänomen der Doppelklöster und ihrer Funktion in tschechischen Ländern.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Zyklus der Lünettenbilder: Leben des hl. Franziskus von Assisi

Hauptthema dieser Ausstellung ist die Präsentation des Zyklus der Barocklünetten welche Szenen aus Leben des Franziskus von Assisi, Gründer des Bettelmönchordens Minoriten darstellen. Lünettenzyklus befindet sich an Wänden im Ambitus des Minoritenklosters; er entstand in Jahren 1657-1667. Geschichten an den Bildern weisen auf Nacheifernswert der einzelnen Tugenden des hl. Franziskus. Bild der Stigmatisation des hl. Franziskus kommt aus Jahr 1657 und ist ein Werk von Melichar Otto, den Hofmaler der Eggenberger. Diesem Maler kann man auch weitere Bilder zuerkennen: Geburt des hl. Franziskus, Umkehr zum besseren Leben, Unglückliche Eltern bitten den hl. Franziskus um Finden ihr verlorenes Kind, Hl. Franziskus wurde von Engeln im Refektorium gesättigt und eingespeist, Stärkung des hl. Franziskus aus Himmel in seiner Müdigkeit und Krankheit, Versuchung des hl. Franziskus von der Welt und Demütigung des hl. Franziskus.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Missionäre und diplomatische Reisen der Minoriten

Exposition bietet den Besuchern sehr attraktive und exotische Themen an welche widmen sich zu Unrecht verachteter Frage der diplomatischen Aufträge und Missionen der Minoriten und Mitglieder der anderen Christenorden nach Orient im Hoch- und Spätmittelalter. Es waren gerade Minoriten welche durch ihre Beharrlichkeit, Bescheidenheit und Bildung auch als Boten, Abgesandte, Diplomaten und Missionare ausgesucht wurden. Ausstellung stellt nicht nur die Problematik der Sendungen der Minoriten (Christen) im Mittelalter dar aber nähert auch Problematik des Reisens und der unterkulturellen Beziehungen zwischen Westen und Orient im Mittelalter, zugleich bringt sie einen Anblick an Geschichte und Kultur der Länder von Nah-, Mittel- und Fernost wo die Christenmissionare hinreisten.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Persönlichkeit des Jan Kapistrans

Nächster Teil der Exposition widmet sich einem bedeutsamen Mitglied des Minoritenordens, Prediger aus Italien Jan Kapistran. Er war Missionar, Generalvikar des Hl. Franziskus Ordens, Mitglied des Minoritenordens und sehr bedeutender Prediger seiner Zeit; man nannte ihn Apostel des Europas. Als Führungspersönlichkeit nahm er Teil am Kreuzzug gegen Osmanenreich bei Belagerung der Stadt Beograd. Später wurde er heiliggesprochen und wurde Patron von allen Juristen. Im 1451 wurde Jan Kapistran auf Antrag des Kaisers Fridrich III. nach Tschechien entsandt. Seine stundenlangen Predigten trug er auf lateinisch, auf die Reise nach Mitteleuropa bereitete er sich aber sorgfältig und begann Deutsch zu lernen. Kommunikation mit hiesigen Bewohnern und ihren Vertretern wurde aber durch tschechischen und deutschen Übersetzer besorgt. Zuhörer erlebten vor allem seine lateinischen Ansprachen mit welche sie nicht verstanden. Er war doch ein wunderbarer Rhetor, konnte seine Stimme ändern, benutzte den ganzen Leib und die wichtigsten Momente drückte er durch Mimik und allgemein verständliche Gebärden aus. Zu seinem theatralischen Benehmen gehörte auch sein Aussehen: nach zeitgemäßen Nachrichten war er ein kleiner und dünner Mann mit kahlem Kopf und Händen bis zu Knien langen. Er ging barfuß, trug einen groben Mantel mit Pelz nach innen und gürtete sich mit Holzreifen um. In diesem Anzug sollte er auch schlafen gehen. Er schlief übrigens sehr wenig; er lebte aus Bettelei und fastete sich unaufhörlich. Dieses heilige Aussehen war aber zum großen Teil sorgfältig gepflegt und gehörend popularisiert. Diorama der Predigten von Jan Kapistran bietet unseren Besuchern eine kurze Aufhaltung in Exposition der missionären und diplomatischen Reisen im Minoritenkloster.

Minoritenkloster ist im Eigentumdes Rittersorders der Kreuzer mit rotem Stern.

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Klosterleben

Eine der Zellen der Klarissen widmet sich dem alltäglichen Leben im Kloster, ihrem Tagesprogramm und Arbeit. Grund vom Klosterleben war Zuhören dem täglichen Offizium, Gottesdienste, heilige Kommunion, physische Arbeit, Studium, Besinnung und verschiedene weiteren Aktivitäten nach Möglichkeiten und Ausbildung der Schwester. Schwestern waren in ganzer Reihe praktischen Aktivitäten tätig, z. B. bei Kerzenherstellung und ihrer Malerei, Weberei und Besticken der liturgischen Gewänder (sgn. Krumpeln). Außerordentlich illuminierten sie auch liturgische Handschriften oder schrieben Akten und kirchliche Texte ab, pflegten Heilkräuter und Heilkunde allgemein.

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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Wie wohnten Klarissen?

Exposition holt den Besucher in die letzte aus insgesamt sechs unversehrten Zellen der Klarissen. In Klarissenklöstern ersetzten allmählich die einzelnen Zellen das ursprüngliche Dormitorium (Schlafzimmer) der Schwester. Zellen sicherten ihnen einen Privatraum zum Beten und Besinnen. Unversehrte Zellen der Schwester im Klarissenkloster Český Krumlov wurden ein Ergebnis der barocken Klosterumbaue durch Architekt Jan Dominik Spacius während 20. und 30. Jahren des 18. Jahrhunderts. Einzelne Zelle illustriert treu einen Privatraum der Schwester zum Beten, Kontemplation und Ausruhen zugestimmt, mit authentischer Möblierung zur Intimität und Minimum Komfort ihres Lebens.

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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Persönlichkeit der Hl. Klara

Spannend stellt sich in Exposition unseren Besuchern die Persönlichkeit der Hl. Klara vor. Bewunderin und nach ihrer Wörter „Pflänzling des Hl. Franziskus“ kam aus adeliger Familie in Assisi vor… Ähnlich wie beim Hl. Franziskus deren wollte sie nachfolgen hinderten sie ihre Eltern am Leben im Kloster und Ablegung der Ordensgelöbnisse. Sie nötigten sie zur Eheschließung, Klara lief aber im geheimen aus dem Haus und fand den Franziskus. Ihm legte sie das Gelöbnis des Lebens in Armut, Lauterkeit und Gehorsamkeit ab. So gründete sie die Frauenabzweigung eines neuen Ordens, Gesellschaft der „armen Frauen“. Erste Ordensschwester mit hl. Klara führte Franziskus zur Kirche des hl. Damians in der Nähe von Assisi und bestimmte die ersten simplen Regeln ihres Ordenlebens welche ab Lebensart der Franziskaner abgeleitet wurden. Ihnen zugrunde lag das Leben nach Christus, in heiliger Armut und Andacht. Damianitinen, wie sie sich nannten, lebten schon vom Anfang in strenger Klausur und getrennt von umliegender Welt. Im Unterschied zu Franziskanermönche mussten sie nicht die Prediger- und Missionartätigkeit leisten und sie konzentrierten sich auf Fürsorge um Arme und Kranke. Orden der hl. Klara verbreitete sich schnell im Europa, erstes Kloster hinter den Alpen gründete Anežka, Tochter des tschechischen Königs Přemysl Otakar I., wahrscheinlich schon im 1231 in Prag. Hl. Klara wurde die erste Äbtissin ihres Ordens schon im 1216. Im 1241 bekam sie die päpstliche Bestätigung der Regeln welche für ihren Orden hl. Franziskus schrieb, zwei Tage vor ihrem Tod im 1253 bestätigte sie auch Papst Alexandr IV. Nach Tod der Gründerin nahm Orden der Damianitinen ihren Namen ein – Orden der hl. Klara. Im 1255 wurde die Klara heiliggesprochen.

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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Religiosität und Andacht

Exposition widmet sich dem Leben im Klarissenkloster und seinem Hauptbereich Religiosität und Andacht. Nonnen mussten an liturgischem Leben teilnehmen: tägliches Offizium, Konvent-Messe, Kommunion. Mittelpunkt der Andacht der Klarissen und Minoriten wurde Ehrung des Leibs Christi und Jungfrau Maria, mit Betonung der Menschlichkeit der beiden. Frauensandacht im Mittelalter unterschied sich, wesentliche Rolle spielte die Emotionen darin welche manchmal extreme Formen bekamen. Nonnen durften nicht liturgische Gefäße berühren und durften nicht zum Fronaltar in Klosterkirche zutreten (sie hatten ihre eigene Kapelle).

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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Kunst im Kloster

Mit krummauer Doppelkloster blieb uns ganze Reihe der Kunstwerke erhalten welche seine Bedeutung und reichliche Geschichte seit Hälfte des 14. Jahrhunderts nachweisen. Kleinere Exposition nähert unseren Besuchern die wesentlichsten Denkwürdigkeiten hypothetisch oder nachweislich mit Kloster und Stadt verbundenen. In Frauenklöstern des Mittelalters erfüllte Kunst noch eine weitere Rolle von welcher wir nicht viel wissen. Wir bezeichnen sie als paraliturgisch. Bestimmte Kunstgegenstände dienten zur persönlichen Andacht, zum Erleben der mystischen Verbindung mit Christus oder Interaktion mit ihm. Diese Gegenstände ermöglichten ihre interaktive Behandlung. Als Beispiel kann man manche Statuetten des kleinen nackten Jesus erwähnen welche Ordensschwester umkleideten und bei sich trugen oder Statuen der schwangeren Jungfrau Maria in welchem Leib sich der kleine Jesus befand. Wozu dienten solche Gegenstände, wie konnte man sie benutzen? Während Mittelalter konnten Leute am meistens nicht lesen und schreiben. Kunst und Bilder waren sehr wichtig, dank ihnen lernte man biblische Geschichten kennen. Darum findet man heute in alten Kirchen umfangreiche Wandmalereien oder eigenartige gemalten Bücher mit sehr vielen Bildern und wenigen oder gar keinen Texten – einen mittelalterlichen Comic.  Ein der berühmtesten ist Liber depictus (Bilderbuch) aus Hälfte des 14. Jahrhunderts aus Český Krumlov. Drinnen stehen viele biblischen Geschichten und auch Legenden der tschechischen Patronen.

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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Tresorraum

Im Klarissenkloster wurde ein Tresorraum eingebaut welche die strengsten klimatischen und Sicherheitsforderungen erfüllt. Er soll den kurzfristigen Ausstellungen der außerordentlichen Kunstwerke mit Bezug zur Geschichte der Klöster, südböhmischem Region und Stadt Český Krumlov dienen welche aus tschechischen und europäischen Institutionen verliehen wurden. Hier sind einzigartige Kunstwerke der Spitzenqualität in Sonderexposition zum Sehen. Ausstellung umfasst Skulpturen, Gemälde, illuminierte Handschriften oder außerordentliche Werke der Kunst seit Gotik bis Barock.

Ausstellung ist barrierenlos zugänglich; für Paraplegicker mit Begleitung befähigt.

 

 

                                      

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