KLOSTERGÄRTEN

 

Seit Entstehung des Klösterareals im Český Krumlov waren die Gärten ihr fester Bestandteil. Gelände des Klarissengartens wurde in einzelne spezialisierten Abschnitte nach ihrer Funktion geteilt und gewährte den Nonnen ihren Lebensunterhalt. Ordensschwester züchteten Obst, Gemüse, Gewürze und Heilpflanzen. Auch Blumen für Verzierung der Kirche wurden hier gezüchtet. Klarissengarten (auch „Jungfraugarten“) wurde wahrscheinlich schon vom Anfang in Zwei Abschnitte geteilt. Der sgn. obere „Jungfraugarten“ lag auf erhöhter Terrasse zwischen Stadtmauer und den beiden Konventen. Hier befanden sich wahrscheinlich Küchen- und Obstgarten. Unterer „Jungfraugarten“ lag auf breiter platten Fläche voriger Moldauflur. Auch hier befand sich ein Obstgarten, dazu freie Grasflächen und Behälter zur Fischzucht. Heute nicht mehr existierende Gärten des krummauer Klarissenklosters stellten mit ihrer Anordnung ein Typ des klassischen mittelalterlichen Klostergartens dar. In ihrer Gestalt waren sie nah den Gärten des benachbarten Minoritenklosters. Garten des Minoritenklosters befand sich von jeher zwischen der heutigen Pivovarská Straße und der Eingangspforte des Klosterareals der Minoriten. Ähnlich wie bei Klarissengärten waren auch hier die Flächen in einzelne Gebiete geteilt und dienten vor allem als Nutzgärten. Genügender Flächenraum, günstige Stellung betreffs der Weltenseiten und Einfriedigungmauern schafften eine förderliche Mikroklima zur Pflanzung der Obstbäume und Weinreben. Sgn. Baumgarten führte später zum Namen des benachbarten Tramin Hofraums oder Auf Tramin. Ein Lusthäuschen im Obstgarten zeugt dass in diesem Gebiet des Klostergartens ein vorbehaltener Raum für Rast und Unterhaltung diente, sgn. Viridarium. Zur Lebensunterhaltung der Mönche dienten sgn. Küchen- oder Nutzgärten. Garten für Gemüsebau befand sich wahrscheinlich ostwärts des Minoritenkonvents. In diesem Teil des Klosterkomplexes befand sich in Vergangenheit auch Klosterküche, ähnlichem Zweck diente auch ein Nebengebäude bei Einfriedigungmauer des Gartens. Dort war der Garten ausgedehnter gegen den heutigen Tagen, während 17.-18. Jahrhunderts kaufte die Verwaltung der Fürstenhöfe Český Krumlov seinen Teil für den Bedarf des Brauwesens (Bau von Eiskammer und Lagerkeller im 1685) aus. Flügel der Klöstergebäude waren durch Ambituslauben nach sgn. Paradieshof geöffnet und schafften einen quadratischen Raum welche als sgn. Paradiesgarten zubereitet wurde. In ihrer Mitte befand sich wahrscheinlich ein steinerner Wasserbehälter, zu ihm führten Pfade welche den Garten auf vier ebenmäßige Felder teilten. Auf Beeten pflanzte hier man Kräuter und Blumen zur Verzierung der Klosterkirche. In Klösterarealen befanden sich Friedhöfe der Ordensbrüder. Auf dem Gelände des vorigen Minoritenklosters lag der ursprüngliche Friedhof zwischen Kapelle der hl. Anna und der Klosterkirche (auf heutigem Tramin Hofraum). Er wurde durch Obstbäume umpflanzt, das stellte ein symbolisches Bild der Auferstehung dar. Gegenwärtige Gestaltung des Klostergartens stammt aus erhaltenen Aufzeichnungen und bietet unseren Besuchern einen wohltuenden Raum für Entspannung und Relaxation. Heutiger Weingarten wurde neu mit klimafesten Rebsorten bepflanzt welche für hiesigen Himmelstrich geeignet sind. Während Zeit des Pflanzenwuchses kann man hier verschiedene Kräuter-, Blumen- und Nutzgärten bewundern.


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Fotografie

 

 

                                      

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