HANDWERKSTÄTTEN

 

Diese Exposition will unsere Besucher mit traditionellen Handwerksberufen bekanntmachen. Sie wurden auf Boden der mittelalterlichen Klöster aber auch in damaligen Städten betrieben. Unser Besucher kann eine authentische Ausstattung und Erzeugnisse der einzelnen Werkstätte besichtigen und berühren, auch kann er die Erzeugung selbst versuchen. Konzeption dieser Subexposition stellt ein Ergänzungselement der ganzen Exposition "Historische Kunst und Handwerksberufe" dar. Die behandelt traditionelle Handwerksberufe welche in mittelalterlichen Städten und teilweise auch Klöstern betrieben wurden. Ein Bestandteil dieser Subexposition sind Werkstätten verschiedener Handwerker. Die sind mit Repliken ihrer Erzeugungsinstrumenten ausgestattet und vor Augen der Besucher erzeugen die einzelne Handwerker ihre verschiedene Produkte auf traditioneller Art.

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SCHNEIDEREI UND KOSTÜMFUNDUS

Exposition fürt unseren Besucher in Schneiderei. Grundteil des Gewands eines üblichen mittelalterlichen Menschen wurde durch eine leinende untene Tunika (Hemd) darstellt. Weiteren Teil stellte eine kürzere, zu Knien greifende obere Tunika (Rock) dar. Die wurde so eingereit um sie Bewegung und Arbeit nicht zu behindern und mit gewobenen oder einfachen Gürtel aus Leder umgeschnallt. Obere Tunika wurde entweder aus Tuch (zu Hause gewobenem und groberem als bei Nobilität) erzeugt und nach ihrer typischen Farbe nannte sie man "grauer Rock" oder "Graue", Tunika aus groberen Lein hiess sich "Kytle" oder "Kytlice". Untene Tunika wurde mit Hosen ergänzt. Sie hiess "Unterhosen" oder "Bauches", gewöhnlich wurde sie breit, eingereit und gelangte bis zu Waden oder Fussknöcheln. In kälteren Tagen zog der frühmittelalterliche Bauer oder Handwerker auf seine Beinen über die "Bauches" noch weitere einfachen Hosen verschiedener Länge an, er schnallte sie unter Knien oder höher zur Taille. Die Füsse windete er mit Stoffstreiffen. Nobilität trug über die untene Tunika eine obere repräsentative Tunika an (Dalmatick, Rock). Bei feierlichen Gelegenheiten trug die hohe Nobilität auch repräsentative Gewänder aus Seide, Samt, Brokat usw. Als Überzieher diente ein viereckiger Mantel. Während Frühmittelalter unterschied sich das weibliche Gewand von dem mänlichen nicht. Das entstand bis im 13. Jahrhundert wenn Frauen taillierte Kleider mit engen Ärmeln und breiterem Rock zu tragen begonnen. Aus mänlichem Rock enstand inzwischen ein Mantel mit Hosen ergänzt.

Ausstellung ist barrierenlos zugänglich; für Paraplegicker mit Begleitung befähigt.

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SATTLEREI, TÄSCHNEREI UND SCHUHMACHEREI

Exposition führt den Besucher in Sattlerei. Während Mittelalter wurden Sattler hoch bedeutsam weil sie Pferdegeschirr nicht nur für Reitpferde (Kampf- und Reisepferde) aber (zusammen mit Zaumherstellern) auch für Zugpferde erzeugten. Hauptsächlich während des 14. Jahrhunderts konnte man eine Aufschwung der Sattlerei beobachten; schon im 13. Jahrhundert teilte man die Sättel nach ihrem Zweck auf Kampf-, Turnier- oder Reisesättel.

Fach der Schuhmacherei begann sich bis während Mittelalter anwachsen. Er hängte v. a. mit lederverarbeitender Kunst und Lohgerberei zusammen. Schon aus der mittelalterlichen Zeit kennen wir auch in tschechischen Ländern die ersten eigenwirtschaftlichen Schuhmacher welche ihre Privilegien erhielten. Unter spezielle Schuhmacherwerkzeuge gehörten Schuhspanner, Schusterpfriem, Schuhmacherschemel und spezielle Fäden welche Einstechdrähte hießen. Im Kreis der modischen Schuhwaren während Mittelalter waren Schuhe mit verlängerten Spitzen charakteristisch.
Ähnlich wie der Schuhmacher auch Täschner arbeitete mit Leder, daher diese Werkstätte gleich als die erwähnten Handwerksberufe ausüben soll.

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BÄCKEREI

Diese Subexposition soll unseren Besuchern die Erzeugung eines Brotteiges und sein Backen in traditionellem Brotbackofen zeigen. Dieser Ofen hatte eine Innenheizung welche mit tief stehender flachen Wölbung aus Ton und Wand verschlossen war. Durch eine vordere Öffnung machte man Feuer und legte Brot hinein, teilweise dadurch ging auch der Rauch ab. Für Rauchabführung dienten Öffnungen in Wölbung. In authentischer Umwelt der Bäckerei kann unser Besucher einen funktionsfähigen Brotbackofen und Ausstattung mit Repliken der brauchbaren Werkzeuge, z. B. Waage, Brotkörbe oder Schaufel für das Brotlegen in den Ofen besichtigen.

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SCHMIEDEWERKSTÄTTE UND HANDWERKES MIT FEUERESSE

Diese Subexposition macht unsere Besucher mit Schmiedekunst und verwandten Fächern als Geschmeidemacherei, Degen-, Messer- und Platteschmieden bekannt. Seit undenklichen Zeiten gehörte Schmiedekunst zu den bedeutendsten Fächern der menschlichen Tätigkeit, ihre Geschichte rührt von Altertum her. Jederzeit war der Schmied ein allseitiger Hersteller, er erzeugte ganze Reihe verschiedener eisernen Produkte. Er fertigte v. a. eiserne Werkzeugsteile, beschlug Pferde und stellte alle eisernen Gegenstände her. In unserer Schmiedewerkstätte kann man auch verwandte Fächer welche auch Feueresse brauchen ansehen, z. B. Geschmeidemacherei, Degen-, Messer-, Platteschmieden usw. Unsere Besucher können eine funktionsfähige Ausstattung der Schmiedewerkstätte sehen, dazu können sie auch ein einfaches Schmiederzeugnis selbst herstellen.

Ausstellung ist nicht barrierenlos zugänglich.

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TÖPFEREI

Während Mittelalter waren die keramischen Gefäße ein unverzichtbarer Teil jeder Wirtschaft. Dorfbewohner konnten die Keramik in Städten wo sich Topfmärkte stattfanden kaufen oder sie konnten sie beim Töpfer welche in ihrem oder benachbartem Dorf Sitz hatte besorgen. Auf den Boden ihrer Gefäße druckten die Töpfer verschiedene Symbole welche als Unterschrift ihrer Ware dienten. Töpfe aus 13. Jahrhundert zeigen manche Zeichen ihnen nach man sie beurteilen kann. Unter den Fundstücken aus 14. und 15. Jahrhundert befindet sich v. a. die Küchenkeramik wo man nach ihrem Zweck verschiedene Schüsseln, Töpfe, Becher, Krüge, Kannen, Teller, Pfannen, Dreifüße, Deckel und Stöpsel unterscheiden kann. Einen wesentlichen Bestandteil mittelalterlicher Keramik stellt auch Hafnerware dar welche in gleicher Werkstätte als Küchengeschirr erzeugt wurde. Zu ihr gehören z. B. Kacheln, Rauchrohre, Gewölbewalzen oder Töpfe. Seine Erzeugnisse fertigt unser Töpfer auf Töpferscheibe und brennt sie danach im Töpferofen aus.

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GLASERHANDWERKSTÄTTE

In authentischer Umwelt zeigt unsere Glaserhandwerkstätte ihren Besuchern eine Herstellung gläserner Erzeugnisse. Historisch gehört die Glaskunst zu den Gewerben welche die Menschheit schon fünftausend Jahre begleiten. Glaserhandwerkstätten befanden sich außer Stadtmauern auf Plätzen welche sich an ihr Rohmaterial (Quarzsand) schlossen, z. B. auf Šumava. Glaserhandwerkstätte und Blankglaserei der älteren Zeiten hängte eng mit Wirksamkeit der Klöster zusammen. Verglasungsaktivität verbreitete sich später wenn Glasfüllungen in Innenräumen der Nobilität und Bürgerschaft gewöhnlich wurden. Glasmacher herstellt in seiner Werkstätte kleinstückige Glaserzeugnisse und seine Besucher dürfen ihre Geschicklichkeit und Kunst auch dabei ausprobieren.

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BUCHBINDER

Traditioneller buchbinde-workshop.

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KÜCHE WÄHREND 19. JAHRHUNDERT

Raum anknüpfend an die Bäckerei zeigt ein Beispiel der Küche des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts. Teilweise dient er auch als Hinterland für Relaxation und Ausruhen für Besucher der verschiedenen Workshops und Seminare welche im Areal der Klöster veranstaltet wurden. Sgn. Schwarze Küche welche hier präsentierter neuzeitlichen Küche voranging erlebte ihren Scheitelpunkt im Europa während 18. und anfangs 19. Jahrhundert. Ihr Endezeit wurde mit Beginn der Zugschlöte wo die eben genutzten Öfen und Kochherde hineinmündeten verbunden. Während 18.-19. Jahrhunderts ergab sich so dank technischem Aufschwung eine dynamische Verwandlung der ganzen Küche und ihrer Ausstattung. Eiserne Öfen und Herde wurden mit Kessel ersetzt; ihr reguliertes Brennen verwertete die Feuerkraft viel besser was eine mühelose Zubereitung der Gerichte ermöglichte. Das erste Herdmodell zeigte sich im Jahre 1740, es diente aber nur für Erwärmung, nicht auch für Kochen des Gerichtes. Um 1800 herum erschien ein neues Modell welche auch Kochen ermöglichte; dieser Herd war aber zu groß, darum konnte ihn man zu Hause nicht benutzen. Im Jahr 1834 wurde in den USA ein kleinerer Herd für Haushalt patentiert welche sich auch kleineren Küchen anpassen konnte. Als Bestandteil unserer Vorzeigeküche gibt es hier ein Herd und reiche Sammlung der Replik des zeitgemäßen Geschirrs und Geräts welche in Küche damaliger Zeit ausgenutzt wurden.

 

 

 

                                      

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