INTERAKTIVE AUSSTELLUNG DER MENSCHLICHEN FERTIGKEITEN

 

Klarissenkloster

Eine Exposition zu schaffen welche nicht auf klassischem Model der Ausstellungsräume steht, das war unseres Ziel. Vor allem ging es uns darum unsere Besucher hier die Auskünfte durch verschiedene Tätigkeiten selbst gewinnen zu können. Interaktiver Zugang zum Erkennen findet in heutiger Zeit sehr großen Zuspruch. Beweis dafür ist auch Interesse mancher Besucher welche die Interaktive Ausstellung der menschlichen Fertigkeiten, Geschicktheiten unserer Vorfahren aufsuchen und manchmal auch abermalig zukommen.  Thematisch möbelte Räume bringen den Besuchern Handwerke, traditionelle Kenntnisse der mittelalterlichen Klöster und Leben des Adels in Gotik und Renaissance nahe. lchemistisches Laboratorium in dunklem Keller ermöglicht mancherlei Gebräue zu mischen, auf anderen Orten kann man zeitgemäße Kostüme proben, verschiedene Kräuterprodukte erzeugen, durch Schablone malen oder z. B. mit Gänsefeder schreiben. Für die allerkleinsten Besucher gibt es hier ein Spielraum mit traditionellen Spielzeugen, am Dachboden befindet sich eine geisterhafte Exposition Danse Macabre. Am Dachboden steht auch ein der größten Schätze dieser Ausstellung, ein großer Modell des historischen Zentrums der Stadt Český Krumlov. Es ist unser Wunsch, um auch ein wiederholter Besuch unseren Gästen immer einige neuen Erlebnisse wieder zu bringen. Darum erneuern wir die kreativen Tätigkeiten nach Jahreszeiten. Dann hat unser Besucher immer etwas Neues hier zu tun. Möglichkeiten der Räume der Interaktiven Ausstellung sind auch zum Veranstalten verschiedener kreativen Werkstätten ausgenutzt. Z. B. Workshops mit Kräutern und ihrer Behandlung fanden hier einen großen Zuspruch, weiter bieten wir auch Herstellung eigener originellen Seife und andere kreativen Kurse. Nach Interaktiven Ausstellung ist eine Ausstellung des Brauwesens zu besuchen; die stellt eine Herstellung vom Bier während Mittelalter interaktiv dar. Damals sind nämlich Brauereien hauptsächlich gerade in Klöstern entstanden. Hier kann man mittelalterliche Werkzeuge ausprobieren, unterschiedliche Malzsorten erkennen und Texte über ursprünglich dünnem und wenig gegorenem Bierbrei und seiner allmählichen Vervollkommnung durchlesen.

Voriges Minoritenkloster ist barrierenlos zugänglich, Ausstellung im vorigen Klarissenkloster findet sich im 1. Stockwerk und ist leider nicht barrierenlos.

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Fotografie

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MERKWÜRDIGKEITEN UNSERER AUSSTELLUNGEN

Lagerung von Lebensmitteln und Getränken seit Mittelalter

Subexposition stellt hier unseren Besuchern dar, auf welcher Weise während Mittelalter die Ernte von Lebensmitteln und ihre Lagerung getrieben waren. Damals züchtete man vor allem Getreide; man ernte es mit Sicheln während Grass mähte er mit Sense. Getreide drosch man mit Stäben oder Dreschflegeln. Dann wurde Getreide und weitere Lebensmittel in Gruben mit Breite und Tiefe von etwa 2 m gelagert. Man hat sie mit Getreide gefüllt, festgestampft und dann wurden die Gruben mit Erde verfüllt. So ohne Luftzutritt war es möglich, Getreide bis einige Jahre zu bewahren. Wollte man eine längere Zeit versichern, dann brannte er die Gruben mit Stroh aus; ihre Leibung wurde mit Ruten befestigt. Man züchtete auch Obst und Gemüse: Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Kirschen und Sauerkirschen, Pfirsiche, Nüsse, Erbsen, Linsen, Bohnen, Rübe, Kohlköpfe, Blätterkohl, Zwiebel, Knoblauch, Mohrrübe, Sellerie, Gurken, Rettich usw. Aus Gewürzen benutzte man vor allem Majoran und Kümmel. Auch hier kann sich unserer Besucher bekanntmachen wie einzelne Obst- und Gemüsesorten gelagert wurden (in Holzkisten, Tongefäßen für Sauerkraut, Sand für Wurzelgemüse). Ein Teil der Ausstellung sind auch Repliken der mittelalterlichen Geräte welche unsere Besucher anprobieren dürfen (Dreschflegeln, Quetschstein, Pflug, Schubkarre).

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Alchemistisches Laboratorium

Ihren Höhepunkt erreichte Alchemie In Tschechischen Ländern während Regierung des Kaisers Rudolf II. Die Hauptstadt Prag wurde auch die „Hauptstadt der Alchemie“ der Zeit und in diesem Zusammenhang ist sie bis heute auch als „mittelalterliche Alexandria“ bezeichnet. Neben Rudolf II. auch Wilhelm von Rosenberg wurde der bedeutsamste Gönner sog. hermetischen Wissenschaften und vor allem Alchemie. Um den Rosenbergers Hof herum entstand im Grunde ein zweites Zentrum der hermetischen und alchemistischen Bemühungen. Berühmte oder unbekannte begeisterten Forscher und auch manche schlauen Betrüger laborierten nicht nur im Rosenbergerpalast in Prag aber auch an verschiedenen Orten der südböhmischen Heimat des Wilhelms: in Třeboň, Prachatice, vor allem aber in Stadt Český Krumlov. Diese Stadt ist auch bekannt als südböhmisches Mekka der Alchemisten. Alchemistische Werkstatt stellt unseren Besuchern eine zeitgemäße Ausstattung für Forschungsleistungen nötig dar.

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Häusliches Leben der Aristokratie während Gotik

Leben der Adeligen bestand nicht nur aus Schlachten und Bällen aber betrug auch alltägliches menschliche Lust und Leiden. Gotische Stube zeigt einen Teil des persönlichen Raums des Adeligen, mit seinen beliebten Gegenständen: Gebrauchsartikeln, Gewändern, Waffen usw. Unser Besucher darf ausprobieren wie sich der mittelalterliche Adelige in seiner häuslichen Umwelt fühlte, darf auf seinem Sessel sitzen, in seine Kiste einblicken, einzelne Gegenstände mit welchen er in täglichen Kontakt kam in Hand nehmen. So kann sich der Besucher eine mittelalterliche Atmosphäre näherbringen. Unsere Besucher dürfen u. a. ein Panzerhemd anziehen oder Schwert und Schild ausprobieren.

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Häusliches Leben der Aristokratie während Renaissance

Einsichtnahme in tägliches Leben der Damen in aristokratischem Heim. Was konnte die Edelfrauen interessieren und ihnen Spaß machen, wie sie ihre Zeit verbrachten, welche Lüste und Leiden sie hatten, das alles bietet unseren Besuchern der Teil eines Privatraums einer Dame in Renaissance dar, mit ihren beliebten Gegenständen, Gewändern, Besticken, Parfümen, Schmücken usw.  Der Besucher hat wieder eine Möglichkeit, sich in der Stube zu setzen und für eine Weile sich die alte Zeit zu eignen; er kann auch erkunden was damalige Kästen verbargen, an damalige Parfüme riechen oder verschiedene Stickmethoden lernen.

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Lagerung der Kräuter und Heilkunde

Subexposition stellt unseren Besuchern eine breite Skala der gewöhnlich züchteten Kräuter und ihre Lagerung dar. Mittelalterliche Klöster waren Träger der Zivilisation, Kultur und Wissens; durch ihre Vermittlung verbreitete sich das Bewusstsein der Verwendung der Kräuter. Durch neugegründete Klosterfundationen kamen in Gebiete hinter den Alpen auch ausländische Kräuter welche ihre Heimat z. b. im Mittelmeerraum hatten. In mittelalterlicher Kosmetik wurde eine ganze Reihe der Kräuter verwendet; die sind hier auf Abbilder in mittelalterlichen Pflanzenbüchern und weiteren ikonografischen Druckschriften zum Sehen. In interaktiven Elementen der Ausstellung dürfen unsere Besucher ihren Geruch- und Tastsinn erproben oder aus Kräutern ihr eigenes Kräuterprodukt erzeugen.

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Kunst der Kerzen- und Seifenherstellung

Menschliche Geschicklichkeit kommt schon aus uralten Zeiten her. Machen sie sich mit Prozess der Kerzenherstellung bekannt, versuchen ihre Färbung oder ihr Herausschneiden. Riechen an natürliche Kräuterseifen, erkennen das Geheimnis ihres Entstehens und probieren sich ihre Hände mit Seife in Vlieshülle waschen.

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Buchdruck

Dieser Expositionsteil zeigt unseren Besuchern Buchkultur des spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Europas. Erfindung vom Buchdruck in Hälfte des 15. Jahrhunderts ermöglichte nicht nur Verbreiterung der Texte und Bibelübersetzungen in nationalen Sprachen, aber trug auch zur Verbreiterung der humanistischen Ideen und neuer Anschauung des Menschen nach Idealen der italienischen renesons Intellektueller bei. Ausstellung macht unsere Besucher mit Drucktechnik, mit Typen und Formen des Erstdrucks und mit den größten „Bestsellern“ der Hälfte des 15. und 16. Jahrhunderts bekannt, welche sich oft aus damals beliebtem Genre dämonenhafter Literatur bestanden.

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Illuminationswerkstatt und Schablonenmalerei

Interaktive Ausstellung stellt unseren Besuchern eine handwerkliche Tätigkeit dar welche für mittelalterlichen Klöstern typisch war; die Schreiberei (Scriptorium). Mittelalterliche Klosterschreibereien gehörten bis zum Hochmittelalter zu exklusiven Herstellern allerlei schriftlichen Erzeugnisse (Rechtsurkunden, Zweitschriften der Akten, theologische Abhandlungen, liturgische Bücher usw.). Seit Frühmittelalter konzentrierte sich in Klöstern die gesamte damalige Intelligenz und Mönche waren oft die einzigen alphabetischen Menschen derzeitiger Gesellschaft. Nächster Teil der Exposition wurde dem Phänomen der Druckerei und Reproduktion als solcher gewidmet. Merkwürdig war vor allem die Schablonenmalerei (seit Mittelalter bis 20. Jahrhundert), mit Ausnutzung besonderer unversehrten Beispielen gerade in unserem Klösterareal gefundenen. Kunst der Schreiberei und Schablonenmalerei kann man im Scriptorium bei zeitgemäßen Schreibtischen versuchen.

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Freizeit, Spielzeuge, mittelalterliche Geräte und Erfindungen

Ausstellung behandelt die mittelalterliche Freizeitgestaltung. Bestandteile des Spielsaals sind mittelalterliche Spiele und zeitgemäße Spielzeuge welche hier frei zugänglich vor allem den Kinderbesuchern sind. Mittelalterliche Kinder spielten hauptsächlich mit Spielzeugen in Gestalt eines Pferdes für Jungen und einer Puppe für Mädchen, mit handgemachten Musikinstrumenten (Klappern, Schellen), Spielpuppen und Bauspielzeugen aus natürlichen Stoffen. Einer der Möglichkeiten der Freizeitgestaltung war auch Erfindung und Erzeugung verschiedenen interaktiven Spielzeuge und Spielereien mit denen sich Leute Spaß machten. Ein der berühmtesten Innovatoren des Mittelalters und Renaissance wurde Leonardo da Vinci, seine mechanischen Erfindungen gingen unseren modernen Geräten voran. Interaktive Ausstellung widmet sich Spielzeugen und Erfindungen, bringt Kindern und Erwachsenen außer mittelalterlichen Kinderspielzeugen auch einige scharfsinnigen Einfälle vom Leonardo da Vinci naher, in Form hölzerner Repliken nach überlieferten Plänen, Skizzen und Schemen zusammengestellten.  

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Ausstellung des Brauwesens

In Ausstellung des Brauwesens kann man die mittelalterliche Art der Brauerei und Geschichte mit diesem Thema verbundene kennenlernen. Seit frühem Mittelalter stellte man das Bier nur im Kleinen und häuslich her. Erste wirklichen Bierbrauereien entstanden bis später in Klöstern. Mittelalterliches Bier unterschied sich aber von dem heutigen Bier wesentlich. Ursprünglich handelte sich um dünnen und wenig vergorenen Brei welche durch allmähliche Verbesserung der Herstellung zum wirklichen Bräu sich änderte. Brauereien für Bedarf der Herrschaft kann man in Český Krumlov seit Gründung der Burg im 13. Jahrhundert vermuten. Brauhaus und Mälzerei standen bis 1560 auf dem IV. Hofraum, vor der „Mantelbrücke“ in Richtung Stadt. Es wurde dort Bier aus Gersten- und Weizenmalz, Maische und Zusatzbier für Minoriten, Diener, Fronarbeiter und weitere hergestellt. Zweifellos braute man das Bier in der Stadt schon seit 14. Jahrhundert. Im Jahr 1347 erteilte Petr I. von Rosenberg die Bannmeile für Schänken und Brauhaus der Stadt und im Jahr 1388 bekam Krumlov von seiner Herrschaft auch die Ordnung für Bierverkauf. Im 18. Jahrhundert arbeiteten in Stadt schon vier Brauhäuser. Ein Teil der Ausstellung widmet sich auch der Geschichte der krummauer Schänken und zeigt verschiedene Gefäße des Kretschmers als Becher, Humpen, Bierflaschen und eine Präsentation der Gasthäuser der alten Stadt Český Krumlov. Hefe oder auch ungewöhnliche Gewürze und Kräuter sehen. In Brotkörben sind einzelne Malzarten zum Sehen. In Räumen sind auch die wesentliche technologischen Phasen der Malzherstellung und ebenfalls Kocherei insg. ihrer Erzeugungsanlage gezeigt.

 

 

                                      

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